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Tessin – Auszug aus „Die Strada Alta“

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Tessin – Auszug aus „Die Strada Alta“

Schwierigkeitsgrad: T2 / ✶✶✶
Entfernung: ca. 14 km
Dauer: ca. 4 Std. 30
Aufstieg: 619 m
Abstieg: 853 m
Höchster Punkt: 1’346 m
Stationen: Ambrì – Piotta – Deggio – San Martino – Lurengo – Bosco d’Öss – Freggio – Osco – Faido
Beste Zeit zum Wandern: Mai – Oktober

Die Strada Alta ist ein Klassiker unter den Wanderwegen in der Leventina, im Kanton Tessin. Die gesamte Strecke ist etwa 45 km lang und führt entlang der Südhänge von Airolo bis zum Dorf Biasca. Es heißt, der Abschnitt zwischen Deggio und Rossura sei der schönste der gesamten Strecke.

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Ich schlage einen kleinen, nur 14 km langen Abschnitt der Strada Alta vor, der von Ambrì-Piet nach Faido führt. Aber auch hier mangelte es nicht an malerischen Berglandschaften.

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Außerdem sorgten die traditionellen und etwas vernachlässigten Gebäude, alten Kapellen und verlassenen Dörfer entlang des Weges für eine einzigartige Atmosphäre. Abgesehen davon war der Weg stellenweise zugewachsen, was eher auf wenig menschliche Eingriffe hindeutet. So fühlt man sich der Natur näher. Ich muss zugeben, dass mich diese unkommerzielle, altmodische Atmosphäre anspricht.

Ein paar Tipps zur Route

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Natürlich ist der Weg selbst gut markiert und man sollte sich nicht verlaufen. Folgen Sie einfach den Schildern, die Sie zur Strada Alta führen.

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Der erste Kilometer führt durch die Stadt. In diesem Fall können Sie direkt an der Straße entlang gehen oder eine etwas ruhigere Variante wählen, die näher an der Grünanlage liegt (auf der Karte habe ich die zweite Variante eingezeichnet). Dann müssen Sie unter der Autobahn hindurch auf die andere Seite und nach einer kleinen Brücke rechts abbiegen.

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Die Unterquerung der Autobahn selbst ist recht merkwürdig, und wenn nicht die Schilder darauf hinweisen würden, dass hier ein Wanderweg verläuft, hätte ich nicht gedacht, dass es sich um eine Fußgängerzone handelt. Wahrscheinlich wird das Gebiet noch renoviert, so dass es in Zukunft vielleicht freundlicher aussehen wird.

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Weiter ging es ein paar hundert Meter bergauf nach Deggio. Obwohl es sich um einen Klassiker in diesem Gebiet handelt, war die gesamte Strecke sehr ruhig und ohne viele Wanderer. Selbst die Dörfer waren menschenleer.

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Vergessener Faido

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Schließlich kamen wir in Faido an, das vor Jahren als „St. Moritz des Tessins“ für die Reichen bekannt war. Einst kam die Crème de la Crème aus Italien und der Schweiz hierher, um Urlaub zu machen, und in der Stadt herrschte reges Treiben. Heute ist der Ort leider leer. Die Eröffnung des Gotthard-Straßentunnels im Jahr 1980 und die Einweihung des Eisenbahn-Basistunnels im Jahr 2016 haben dies zweifelsohne stark beeinflusst.

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Die Touristen begannen, an den Wochenenden in die Städte auf der anderen Seite des Tunnels zu fahren, wo die Sonne ebenso angenehm wärmte und viel näher war. Im Laufe der Jahre ist diese schöne Ecke einfach in Vergessenheit geraten.

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Das erste, was einem auffällt, sind Hotels mit verrosteten Schildern, geschlossenen Fensterläden und bröckelndem Putz. Ein trauriger Anblick, der aber auch eine besondere Atmosphäre schafft. Zweifellos ein Paradies für diejenigen, die sich auf künstlerische Fotografie spezialisiert haben.

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Ich bin mir nicht sicher, ob diese Beschreibung viele Menschen dazu gebracht hat, diese Region zu besuchen. Ich glaube jedoch, dass es Menschen geben wird, die die besondere Atmosphäre dieses Ortes zu schätzen wissen.

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